November 7, 2022

Checkliste Markenaufbau: So wirst du mit deiner Social First Brand erfolgreich

Lisa Kaiser

🔲 Verschaffe dir einen Überblick

Als allererstes solltest du dir einen Überblick über die aktuelle Marktsituation verschaffen. Im besten Fall hast du das schon vor der Gründung deines Unternehmens getan. Aber auch dann lohnt es sich, nochmal die wichtigsten Punkte festzuhalten.

Vergleichbare Produkte?

Sind bereits vergleichbare Produkte auf dem Markt?

Wettbewerber?

Hast du sie schon identifiziert?
Aber Achtung! Nimm in die Liste deiner Wettbewerber nur Unternehmen auf, mit denen du dich wirklich messen kannst. Als neues, (noch) kleines Klamotten-Label zum Beispiel, gehören Online-Riesen wie Zalando oder ABOUT YOU erstmal nicht auf deine Liste.

Definiere deinen USP

Was unterscheidet deine Marke und dein Produkt von den anderen?
Dein USP (Unique Selling Point) ist dein Alleinstellungsmerkmal. Was genau hebt dein Produkt von denen ab, die es bereits gibt? Ist es der Preis? Die Art und Weise, wie dein Produkt ein Problem löst? Oder bietet deine Marke besondere Benefits, wie zum Beispiel die Unterstützung von sozialen oder nachhaltigen Projekten?

Eine Marktanalyse kannst (und solltest) du übrigens auch später immer wieder mal durchführen. So bleibst du auf dem Laufenden und weißt, was sich auf dem Markt gerade tut und wo du stehst.

🔲 Arbeite die Identität deiner Brand heraus

Als Nächstes beschäftigst du dich mit deiner Brand Identity. Hierfür solltest du dich mit folgenden Punkten auseinandersetzen und die dazugehörigen Fragen ganz klar beantworten können. Gehe dabei strukturiert vor und halte alle Punkte schriftlich fest.

Werte

Wofür steht deine Brand?

Dein Warum

Was treibt dich an?

Deine Vision

Was möchtest du bewirken?

Charakteristika

Wie ist deine Brand und wie tritt sie auf?
Laut oder leise? Lustig oder eher ernst? Provokant oder traditionell?
Die Charaktereigenschaften deiner Marke beziehst du dann in den nächsten Schritten auch in Design und Tonalität mit ein.

🔲 Branding Basics: lege dir dein Toolkit zurecht

Jetzt geht’s ans Design: Wie soll dein Logo aussehen? Welche Farben passen zu deiner Brand? Welche Schriftarten willst du verwenden? Das Design ist elementar für deinen Markenaufbau. Deshalb gilt auch hier: gehe strategisch an die Sache ran und suche nicht wahllos irgendetwas aus, was dir gerade ganz gut gefällt.

Logo

Das Logo ist das Aushängeschild deiner Marke. Ziel ist es, dass Leute dein Logo sehen und es sofort mit dir bzw. deiner Brand verbinden. Dafür braucht es einen hohen Wiedererkennungswert. Es sollte durch sein Design widerspiegeln, wofür deine Marke steht und sich von denen deiner Wettbewerber abheben.

Damit dein Logo leicht einzuprägen ist, solltest du dich nicht zu sehr verkünsteln. Verwende nicht zu viele verschiedene Farben und Formen. So kannst du es so auch einfacher verwenden: Ein zu filigranes Design ist oft auf verschiedenen Materialien und Produkten (Visitenkarte, Flyer, Merch etc.) nicht gut erkennbar. Achte auch darauf, dass ein gutes Logo im besten Fall auch in schwarz-weiß funktioniert.

Random fact: Logos in dem Sinne gibt es schon seit Jahrhunderten oder vielleicht sogar Jahrtausenden. Schon damals ging es darum, die eigene Identität visuell zu kommunizieren. Logos folgen einer Tradition, die auf königliche Familienwappen, Hieroglyphen und religiöse Symbolik zurückzuführen ist.

Farben

Die Farbpsychologie zeigt: bestimmte Farben erzeugen bestimmte Emotionen in uns. Gelb wirkt meist offen und freundlich, Blau verbinden wir häufig mit Vertrauen und bei Grün denken wir sofort an Naturverbundenheit. Wenn du deine Brand-Farben aussuchst, lohnt es sich, sich mit der Bedeutung und Wirkung der Farben auseinanderzusetzen. Auch die Intensität der Farben kann eine Wirkung haben. Kräftige, knallige Branding-Farben wirken eher jung, frech und aktiv, während gedeckte Farbtöne ruhiger und etwas zurückhaltender wirken.

Allerdings: Wenn du zwar möchtest, dass deine Brand offen und freundlich wirkt, du aber die Farbe Gelb nicht magst, ist es absolut sinnlos, sie zu verwenden. Denn du musst voll und ganz hinter deinem Markenauftritt stehen! Nur so kannst du deine Brand authentisch verkaufen. Und es gibt genügend andere Möglichkeiten, offen und freundlich rüberzukommen. Ganz ohne Gelb. Versprochen.

Genau wie beim Logo gilt auch für die Verwendung von Farben allgemein: lege dich auf ein paar fest, verwende nicht zu viele verschiedene. Sonst wird es schnell unübersichtlich.

Außerdem solltest du bedenken, wie deine Farben auf Druckprodukten, wie Flyern oder einem Label aussehen werden. Es lassen sich auch nicht alle Farben günstig drucken. Informiere dich hier unbedingt im Voraus.

Unser Tipp: Lege dich auf zwei bis drei Hauptfarben fest und wähle ein bis zwei zusätzliche Farben, um Akzente zu setzen.

Schriftarten

Auch die Wahl der Schriftart sagt etwas über deine Marke aus. Durch sie transportierst du die Persönlichkeit deiner Brand in deinen Texten. Klare, gerade Linien wirken erwachsener und oft professioneller, während eine verschnörkelte Schrift eher verspielter rüberkommt.

Am besten legst du genau fest, welche Schriftart du für Überschriften, Unterüberschriften und Fließtexte verwenden willst. Du kannst hier verschiedene Schriftarten miteinander kombinieren. Oder du verwendest verschiedene Stile derselben Schriftfamilie.

a person chooses the right branding colors
Durch die Auswahl deiner Branding Farben weckst du beim Kunden verschiedene Emotionen.

🔲 Erstelle dein Brand Book

Im Brand Book fasst du die Werte, die Vision und deine Design-Basics zusammen. Es dient als Leitfaden für die Kommunikation deiner Brand nach Außen. Hier fasst du die Ergebnisse der vorherigen Schritte zusammen. Du und deine Mitarbeiter können sich daran orientieren.

Wenn du mit Design nicht so viel am Hut hast, und dich das ganze eher verunsichert, zögere nicht, dir Hilfe zu holen. Branding Agenturen sind Experten auf dem Gebiet und können dir hier zur Seite stehen. Der Blick von Außen ermöglicht oft einen ganz neuen Blickwinkel auf dein Brand-Baby.

🔲 Persona herausarbeiten: beschreibe deinen Traumkunden

Im nächsten Schritt geht es darum, herauszufinden, an wen du eigentlich verkaufen willst. Wer ist deine Haupt-Zielgruppe? Versuche, deinen Traumkunden so genau wie möglich zu beschreiben.

Stelle dir dazu zum Beispiel die folgenden Fragen:

  • Wie alt ist er?
  • In welcher Phase seines Lebens befindet er sich gerade?
  • Welche Interessen hat er?
  • Über welche finanziellen Mittel verfügt er?

Dieser Traumkunde, den du dir erschaffst, nennt sich im Marketing Persona. Diese Persona verwendest du, um deine Marketingmaßnahmen perfekt auf deine Zielgruppe zuzuschneiden.  

🔲 Website / Webshop einrichten

Um dein Produkt oder deine Dienstleistung zu verkaufen, brauchst du eine Website mit integriertem Shop. Die zu erstellen, ist gar nicht mal so kompliziert, wie man denkt. Es gibt verschiedene Programme, mit denen du diese ganz einfach per Drag-and-drop zusammenstellen und personalisieren kannst. Programmierkenntnisse brauchst du dafür heutzutage wirklich nicht mehr.

Tipp: Wenn du ein physisches Produkt verkaufst, führt eigentlich kein Weg mehr an Shopify vorbei. Mit der E-Commerce Software kannst du deinen Shop ganz einfach erstellen, Produkte einstellen und Zahlungen abwickeln.

Achte unbedingt darauf, dass deine Website für Mobile optimiert ist, da bereits über 60 % der Nutzer über das Smartphone shoppen. In der jüngeren Zielgruppe von 16 bis 29 Jahren sind es sogar über 80 % (bitkom.com). Diese Leute verlierst du, wenn deine Website auf dem Smartphone nicht richtig funktioniert.

🔲 Setze dich mit UI (User Interface) und UX (User Experience) auseinander

Bei UI und UX geht es darum, dass deine Website ansprechend ist, funktioniert und intuitiv bedienbar ist. Damit deine Kunden sich auf deiner Seite gut zurechtfinden und gerne in deinem Shop unterwegs sind, sind diese Punkte essenziell. Es lohnt sich durchaus, hier einiges an Arbeit reinzustecken. Im Laufe der Zeit solltest du deine Website im Hinblick auf diese beiden Punkte auch immer wieder optimieren.

Tipp: Wenn deine Website steht, schick den Link an Freunde und Bekannte raus. Bitte sie, sich durch deinen Shop zu klicken und dir im Anschluss ehrliches Feedback zu geben. So erhältst du wertvolle Infos und kannst besser einschätzen, wo eventuell Probleme auftreten. Manche Sachen fallen dir selbst nämlich gar nicht auf, da du dich auf deiner Seite auskennst. Du weißt schließlich schon, wo was zu finden ist.

two fingers point on a sketched website design
Setze dich unbedingt mit UI und UX auseinander, wenn du deine Website einrichtest.

Fazit:

Wenn du alle Punkte abgehakt hast, hast du dir eine solide Grundlage für den Aufbau deiner Brand geschaffen. Mega stark! Im nächsten Schritt geht es darum, wie du deine Message über Social Media nach außen kommunizierst, deine Marke bekannt machst und natürlich dein Produkt oder deine Dienstleistung verkaufst. Schau dir dazu gleich den zweiten Teil unserer Markenaufbau-Checkliste an.

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